Wahlen 2026

Die Gemeinderatswahlen 2026 stehen an

 

Wenn in den letzten Tagen der Briefkasten zur ungewöhnlichen Zeit klapperte, dann waren es die Ehrenamtlichen, die ihre Wahlwerbung verteilt haben. Und Überraschung: So manch ein Bewohner unseres Ortes Eversen hat genau auf diesen Moment gewartet, um das Gespräch zu suchen. So erging es mir viele Male, und es war interessant, sehr interessant!
Ein paar Beispiele habe ich auf dieser Seite eingebracht.
Du findest hier auch, wie Deine Stimme verwertet wird und welche Strategie in Wahlen versteckt sind.
Einen Blick auf die Ergebnisse der letzten Kommunalwahl findest Du hier: Votemanager

Und jetzt: WERBUNG IN EIGENER SACHE


Maic Hogrefe, Liste der CDU, Listenplatz 8 stellt sich vor:

 

Maic Hogrefe, seit 56 Jahren wohnhaft in Eversen, verheiratet und Vater von zwei Kindern – Everser von Geburt an. Seit 2021 bin ich stellvertretender Bürgermeister. Die Entscheidungsfreiheit in diesem Amt liegt nahe null.

Beruflich bin ich seit 26 Jahren in der Welt der Mikrochips unterwegs. Das sind die kleinen, meist schwarzen Bauteile auf Platinen, die unsere Fernseher, Handys, Heizungssteuerungen, PV-Anlagen, Telefone, Kratzbodensteuerungen, SPS-Anlagen und vieles mehr zum Leben erwecken.

Neben der Entwicklung und dem Vertrieb bin ich als Projektmanager tätig und bilde junge Menschen zu Kaufleuten für Groß- und Außenhandelsmanagement aus. Qualitätssicherung, IT-Betreuung und Controlling runden mein Berufsbild ab.

hier könnte ich jetzt große Worttrauben raushauen…
Ganz im Ernst: Wer in unserem Ort groß geworden ist, hat ein Anliegen daran, dessen Werte zu erhalten und neue hinzuzugewinnen. Mit Wegschauen und Rummeckern wird das nichts, MACHEN ist die Devise.
2014 habe ich das Gemeindebüro aufgesucht und wollte mir den Haushaltsplan anschauen. Verwundert wurde ich mit meinem Anliegen von der damaligen Büroangestellten Christa L. angeschaut und mit den Worten „Solange ich hier bin, bist du erst der Zweite, der sich das angucken will“ in die Richtung der Auslage geschickt. Bei gut 2000 Bürgern fand ich das sehr verwunderlich, denn zu den Meckerern zählte ich damals auch. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich mein Anliegen mit der Aufstellung für den Gemeinderat gefestigt, dem ich nun seit 2016 angehöre.

… und was noch so drückt:
Hier ein paar Auszüge interessanter Ansprachen, als ich Wahlflyer verteilt habe:

Ich wähle immer das Gleiche,
die XYZ kannste vergessen, haben alle keine Ahnung…,
Moin, ich wähle dich sowieso, den Zettel kannste woanders einstecken,
Meine Straße hat ein Loch…,
hier wird immer gerast…,
der Hort ist zu teuer…
ich will keine Windräder
kann der Baum weg?

Ich war überrascht, dass scheinbar viele Menschen gar nicht wissen, worum es überhaupt geht und was die Aufgabe von Ratsmitglieder ist. Klar kann ich diese Themen mit in die Gemeinde nehmen, aber letztendlich entscheidet darüber der Bürgermeister und über dessen Entscheidung der Rat.

Meine größte Enttäuschung ist leider unverhandelbar: die neue
Friedhofssatzung und Gebührenordnung. Hier zeigte sich, dass eine vorherige
ehrenamtliche Tätige Gold wert war. Die Vereinheitlichung auf Samtgemeindeebene, welche scheinbar durch unsere Ahauser Samtgemeinderatsmitglieder
nicht verhindert werden konnte, hatte eine massive Gebührenanpassung zur Folge, so dass viele Gräber aus Kostengründen abgeräumt und
aufgegeben wurden. Der damit entstandene Wildwuchs war vorhersehbar und wurde vorab lange diskutiert. Die nun anfallenden zusätzlichen Arbeiten werden weitestgehend durch unsere Gemeindearbeiter übernommen. Diese sind keine Gärtner und waren für diese zusätzliche Arbeit nicht vorgesehen.

tatsächlich die Wahlflyer.
KI kann auch böse, so verschobene und schlecht gemachte Fotos habe ich selten gesehen. Ich stehe zu meinen Falten 😉

Einigkeit besteht im Gemeinderat in der Regel immer. Es herrscht unter den Gruppen ein reger und guter Austausch. Abstimmungen erfolgen nahezu einstimmig.
Der einzige TOP der zu zwei Nein-Stimmen geführt hat, ist die Rotenburger Gitarrenwoche. In meinen Augen verschwendetes Geld, die einzige Verbindung zu unserem Ort ist der Vereinssitz.

meine klare Einstellung: Nö !
Unterstützend bis 30% Anteil bin ich dabei, alles andere ist verbranntes Geld.
Gerne lasse ich mich belehren, aber seit über 25 Jahren laufen diese Systeme nicht ohne Subventionen. Solange sich das nicht ändert, wird es nichts.

Zu beobachten ist, dass die meisten Unterstützer an einer Beteiligung interessiert sind, also in Form eines Bürger…parks mitverdienen möchten. Wer ehrlich dieser Ideologie beiwohnt, verzichtet auf diese Art der Geldabschöpfung. Leider weht dieser Branche das Geld förmlich in die Arme. 
Ich besitze eine PV-Anlage und erzeuge und verbrauche meinen Strom nahezu komplett selbst.
Zukauf und Eigenproduktion sind im Einklang, schließlich möchte ich meine Weihnachtsgans verlässlich braten….

Der Webauftritt der Gemeinde lag am Boden. Die betreuende Firma hat sich in Luft aufgelöst und es passierte nichts. Im Gemeinderat wurde die Stimme laut, dass hier etwas passieren müsste. Das Hosting bei Ersterstellung, wohl im Jahr 2011, war preisgetrieben und unglücklich bei einem Energieversorger gelagert, sowie unsauber aufgebaut. Ich habe mich bereit erklärt, die Homepage kurzfristig soweit zum Laufen zu bringen, dass wenigstens die nötigen Ankündigungen online waren. 
Der Wunsch nach „mehr“ ist krachend zusammengebrochen, denn ich fragte nach Material und bekam keines. Wenn ich jetzt in den Wahlflyern lese: Transparenz, lückenlose Betreuung, Bürgerdialoge, nah dran etc. muss ich doch lachen. Entweder lese ich hier verzweifelte Schlachtrufe, oder eine gewisse Ideenlosigkeit muss irgendwie einen Wahlflyer füllen. Selten gibt es von diesen Gruppen eine Homepage oder sie ist uralt.
Hoffen wir auf die neue Plattform Stadt-Land-Funk als App.

sicher ist, es wird spannend. Bleibt es bei der Anzahl von 11 Sitzen, wird es für Eversens Kandidaten schwer, wenn sie eine Position auf der Liste von größer 4 besetzen. 
Warum ist das so? Es stehen zu viele Everser auf den Listen, hinzukommt, dass ein ehemaliges PoP Mitglied jetzt auf der Liste der CDU weit oben zu finden ist. 2021 wurden zwei Listenplätze verteilt, jeweils an die CDU und die Grünen.  Es lohnt sich auf jeden Fall strategisch die Listen zu beurteilen. Für die oberen Listenpositionen reicht theoretisch eine Stimme, sollte es mit der Direktwahl nicht klappen. Deutlich zu sagen ist, dass die Everser Kandidaten sich gegenseitig die Stimmen streitig machen. Die Ortslastigkeit der Stimmen für die Kandidaten ist nachweisbar. Für ein Direktmandat auf der Liste der CDU sind ca. 130 Stimmen notwendig. In anderen Gruppen reichen schon 30 Stimmen oder weniger. 
2021 hatte Ahausen 1154 und Eversen 440 Wahlberechtigte; da braucht man kein Mathegenie zu sein…

Mein Tipp: Im künftigen Gemeinderat wird es 3 neue Gesichter geben.

Spannend spannend spannend!!!


Die Bewerber für den Gemeinderat:

Rainer Henke, BM, Ahausen
Anja Lange, Ahausen – neutral
Christian Kettenburg, Ahausen
Karsten Hollmann, Eversen
Jörg Intemann, Eversen – neutral
Dr. Claus Kock, Ahausen
Birgit Friedeberg, Eversen
Maic Hogrefe, Eversen – neutral

Corinna Ader-Schumann, Eversen
Kerstin Meyer, Ahausen
Birgit Gundlach, Ahausen

Ulrich Ebert, Ahausen
Dr. Heinrich Hahn, Ahausen
Dagmar-Carola Klich, Ahausen
Stephan Franke, Ahausen
Michael Plötz, Ahausen
Jonas Poskowsky, Eversen

Robert Abel, Ahausen
Anika Blum, Eversen
Maik Kitzmann, Ahausen
Pablo Slis, Ahausen
Malte Kroll, Ahausen
Berthold Wiederhold, Ahausen


Das passiert mit deinen 3 Stimmen bei der Gemeinderatswahl

… nach diesen beiden Herren ist unser Auszähl- und Verteilsystem benannt. Sie entwickelten ein Sitzzuteilungsverfahren nach dem 
Proportionalprinzip, dass auf die Bewerber sowie Gesamtliste (Reihenfolge der Bewerber der jeweiligen Gruppe) angewendet wird.
Beispiel: 10 Ratssitze sind zu verteilen. 70% wählten eine Person direkt, 30% wählten die Gesamtliste. 
Daraus ergibt sich, dass 7 Sitze über Personenwahl und 3 Sitze über die Gesamtlistenwahl verteilt werden. 
Das Verteilsystem ist bei beiden identisch. 
Als Beispiel greifen wir uns die Personenwahl.
Verteilung der Stimmen: Partei 1 500x, Partei 2 300x, Partei 3 50x, Partei 4 150x  = 1000 abgegebene Stimmen.
Daraus resultierende Sitze im Rat:
Partei 1: 7 / 1000 * 500 = 3,5 = 4 Sitze
Partei 2: 7 / 1000 * 300 = 2,1 = 2 Sitze
Partei 3: 7 / 1000 * 50 = 0,35 = 0 Sitze
Partei 4: 7 / 1000 * 150 = 1,05= 1 Sitz
Der bislang nicht vergebene Sitz steht der Partei 1 zu, da sie den höchsten Nachkommawert erreicht hat. Partei 3 geht leer aus.
Innerhalb der Listen werden die Direktmandate in absteigender Reihenfolge nach der Anzahl der erhaltenen Stimmen verteilt.
Als nächstes werden die verbleibenden 3 Sitze aus der Gesamtlistenwahl nach gleichem Prinzip aufgeteilt.

Eine Bürgerliste, Partei, Wählergruppe etc. stellt eine Personenliste auf. Diese Liste wird in der Reihenfolge der gewünschten Personen im Gemeinderat aufgestellt und nennt sich „Gesamtliste“. Gemeinderatswahlen sind erfahrungsgemäß Personenwahlen. Sollte die zu erwartenden bzw. erreichten Stimmen einer gewünschten Person nicht genügen, besteht die Möglichkeit auf die Gesamtlistenwahl zu wetten, um sie so einzupreisen.
Beispiel: Listenplatz 2 versagt in der Direktwahl, so wird dieser im günstigen Fall durch den optimalen Listenplatz über das/die Kreuzchen für die Gesamtliste gerettet. 
Man kann auch orakeln: „Der/Die kommt eh in den Rat“.
Je höher der Listenplatz, desto greifbarer ist der Sitz im Gemeinderat.

Schaut man sich die Ergebnisse der letzten Wahl an und hofft auf eine gleichbleibende Stimmenabgabe, kann der kommende Rat vorhergesagt werden.

Freie Wählergruppen geben vor unabhängig und einig zu sein. Sie freuen sich über jeden der mitmacht – so zumindest die Idee.
Ein Blick in unsere Nachbargemeinde Hellwege hinterlässt allerdings ein Geschmäckle. Gefühlt gibt es dort für jeden Straßenzug eine Gruppe.
Werfen wir einen Blick auf das Thema „Strategie der Liste“ so lässt sich erahnen, dass es möglicherweise Personen gibt, die unbedingt in den Gemeinderat möchten und es innerhalb einer bestehenden Gruppe bzw. Partei nie dahin schaffen würden. Es liegt nahe, dass Personen, die in den bestehenden Gruppen keine Aufnahme gefunden haben den Weg in die „Selbstständigkeit“ einschlugen und eine Wählerguppe ward geboren. Bei besonderem Interesse an einem bestimmten Projekt bietet sich diese Möglichkeit ebenfalls an.

Ich kann nur aus Sicht der CDU berichten, die mich mit auf die Liste – hier Platz 8 – genommen hat. Ein Eintritt in die Partei ist nicht notwendig, dafür landet man als Person ohne Parteibuch auf der Liste ganz unten. Mit etwas Glück auch höher; für diese Regelung gibt es kein Handbuch.
Mit einem kleinen Seitenhieb ist zu berichten: Die CDU hatte 2021 3 Personen auf der Liste, die ohne Parteibuch nahezu die Hälfte der Stimmen eingesammelt hat und einer davon ist als stv. Bürgermeister unterwegs 😉
Von daher: wer will, der kann und muss auch liefern, sonst ist er weg vom Fenster….

kurzgefasst: die Aufgabe der Gemeide ist es, auf das Gemeinwohl zu achten. Viele dieser Aufgaben liegen in der Hand unserer Samtgemeinde. Die größten Posten dieser sind die Bauleitplanung, Feuerwehr und Schulen. 
Hort, Kita, Wege, Straßenbeleuchtung sowie Spielplätze und mögliche Dorfentwicklung liegen bei der Gemeinde. 
Für beide gilt: ohne Moos nix los.
Was die Gemeinde nicht ist: Polizei, Seelsorger, Streitschlichter, Rechts- und Lebensberater und und und…

… wird in unserer Gemeinde nicht direkt gewählt. Die Wahl wird durch Vorschläge der jeweiligen Gruppen während der konstituierenden Sitzung ermittelt. Diese Vorschläge sind sehr überschaubar… Für die Gemeinde Ahausen darf man sagen: Wir haben das Glück immer einen Bürgermeister gefunden zu haben, i.d.R. aus der Gruppe der CDU.

überwacht, begleitet und berät das Vorgehen des Bürgermeisters und stv. Bürgermeisters im Sinne der Bürger. Die laufenden Angelegenheiten werden regelmäßig in öffentlichen Ratssitzungen besprochen. Das bedeutet nicht, dass immer Einigkeit herrscht, manchmal geht es hoch her.

Bürgermeister und Ratsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Hierfür wird aus der Gemeindekasse eine Aufwandspauschale gezahlt und die ist ein Witz. Der Bürgermeister kommt auf eine wöchentliche Arbeitszeit von ca. 30 Stunden und noch einmal: als Ehrenamt!!!
Wer mag, darf ihm gerne Danke sagen!


...der neue Samtgemeindebürgermeister wird?

da bleibe ich unparteiisch und versuche mich an einer neutrale Aussicht für beide Kandidaten. Sicher ist, dass der neue Glückliche eine Menge Geld bewegen wird und den Schuldenstand der Samtgemeinde für die Großprojekte OBS, Feuerwehrbedarfsplanung, Mensen und Ganztagsbetreuung in die Höhe treibt. Das ist ein Mal für immer, sollte etwas nicht rund laufen. An das Schlechte erinnert man sich immer, an das Gute muss man erinnern.
Das große Thema zur letzten SG-BM-Wahl waren die Jahresabschlüsse. Die sind fertig, werden aber keines gebührenden Wortes gewürdigt. Wie schnell man doch vergisst.

kommt aus der Verwaltung und ist in den Vorgängen drin. Bei seiner Wahl war sein Vorteil das interne Wissen und der Rückhalt der Mitarbeiter der SG. Vermutlich braucht man für diesen Job Ellenbogen, haben seine Vorgänger doch nicht lange durchgehalten. Der erste Gegenkandidat, ebenfalls aus der Verwaltung kommend und in Finanzen firm, hatte scheinbar nach genauerem Hinsehen das Handtuch geschmissen. Das neue Gleichgewicht stellte Robert Abel her und zog bei der Wahl zum SG-BM knapp den Kürzeren. 2026 tritt Abel nicht erneut an – der Grund ist mir nicht bekannt. Schade.
Hingegen vieler Meinungen ist Herr Bahrenburg kein Treiber der Einheitsgemeinde, so zumindest seine Aussage, denn es fehlt nicht nur Geld sondern auch das Personal. Wird der Fopas mit der Hortsatzung sein Strick?

wird offiziell von allen Parteigruppen bis auf die CDU gepuscht. Er kommt gelernt aus der Verwaltung und hat Erfahrungen aus der freien Wirtschaft einzubringen. Ob das ein Erfolg sein kann und das SG Personal den möglichen neuen Schwung mitnehmen möchte, bleibt fraglich. Deutliche Brandmale, knappe Kassen und Fluktuation sind schwer zu heilen. In den laufenden Vorgängen ist er nicht drin, da helfen auch die Besuche der Sitzungen in den Mitgliedsgemeinden nicht.
Meine erste Zeit in der Kommunalpolitik hat gelehrt: wenn ich in der freien Wirtschaft finanziell so beschränkt und reglementiert wäre wie die Samtgemeinde, wären alle pleite. Da bleibt nur Daumen drücken und hoffen, dass sein Spirit nicht verweht, wenn er auf die Realität trifft. Wieviel Zeit wird er wohl brauchen, bis der Laden läuft? Können wir uns den Versuch leisten? In der Rotenburger Kreiszeitung sprach er tatsächlich von „versuchen“, dass hat mit an Herrn Habeck erinnert… 

Nach oben scrollen